Naturheilverfahren

2. November 2014 Allgemein

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Es gibt sehr viele Naturheilverfahren die auch einem Heilpraktiker zum Einsatz kommen, je nach Bedeutung ließen sich über 100 oder auch deutlich über 200 Ansätze in der Naturheilkunde zählen. Bekannte Verfahren sind etwa die Akupunktur oder die Akupressur, Ersteres mit Nadeln, Letzteres mit händischem Druck vorgenommen und dem Shiatsu nahe verwandt.

Heilpraktiker/in

Beliebte Naturheilverfahren die viele Heilpraktiker anwenden in der Übersicht

Ebenso sehr bekannt sind die Homöopathie und die sehr ähnliche Bachblütentherapie, die auf der Wirksamkeit winzigster Zugaben von Heilstoffen beziehungsweise ihren Antipoden (Homöopathie) basieren. Unter den sehr bekannten Verfahren wären noch die Hypnose von Heilpraktikern für Psychotherapie, klassische Massagen, ausleitende Verfahren, das autogene Training, Reiki und Lymphdrainagen zu nennen. Doch wer hat schon einmal etwas von der Thought Field Therapy, von Zilgrei oder von der Cranio-Sacral-Therapie gehört? Auch das sind Naturheilverfahren, die teilweise lediglich aus kulturellen Gründen bei uns in Deutschland weniger bekannt sind. Im Folgenden wollen wir nun fünf sehr bekannte Naturheilverfahren etwas näher erläutern.

Ayurvedische Medizin

Die Ayurvedische Medizin gehört zur traditionellen indischen Heilkunst, das Wort Ayurveda bedeutet Lebensweisheit oder Lebenswissenschaft. Ayurvedische Medizin konzentriert sich auf physische, mentale, emotionale und spirituelle Aspekte, es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Zu diesem gehören Massage- und Reinigungstechniken, eine ayurvedische Ernährungslehre, eine spirituelle Yogapraxis sowie Pflanzenheilkunde. Als Prinzipien gelten Vata (Bewegungsprinzip), Pitta (Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip) und Kapha (Strukturprinzip). Ayurvedische Heilpraktiker betrachten Doshas (Energien), die sich im Gleichgewicht befinden sollen, bei einem Ungleichgewicht erkrankt der Organismus. Dieses Ungleichgewicht erkennt der Heilpraktiker und behebt es durch Ernährungs- und Ordnungstherapie, Pflanzenheilkunde und Reinigungsverfahren wie Fasten, Einläufe, Bäder, Massagen, Atemübungen und Yoga, auch Arzneimittel werden verabreicht.

Phytotherapie

In der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) werden namensgemäß Heilpflanzen genutzt, diese Verfahren gehören zu den ältesten Therapien überhaupt. Es werden ganze Pflanzen oder ihre Teile wie Blüten und Blätter, Samen, Wurzeln und Rinden verwendet, deren Inhaltsstoffe durch Aufguss oder in Tees gewonnen werden. Eine Phytotherapie folgt in der modernen Heilpraxis definierten Standards, die dem deutschen, europäischen und internationalen Arzneimittelrecht entsprechen, die Wirkung ist daher recht genau zu bestimmen. Auch Tierheilpraktiker arbeiten mit Phytotherapie.

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) wurde schon vor zwei Jahrtausenden in China und angrenzenden asiatischen Ländern entwickelt, ihre Wirkung gilt als sehr bewährt und teilweise der westlichen Schulmedizin als überlegen. Krankenkassen erkennen die abgeleiteten Verfahren vielfach an und übernehmen die Kosten. Zur TCM gehören mehrere sehr bekannte Verfahren wie die Akupunktur, die chinesische Arzneitherapie, Massagetechniken wie Shiatsu (eigentlich ein japanisches Verfahren mit chinesischem Vorläufer), Bewegungsübungen wie Qigong und eine chinesische Diät. Therapien wie die Akupunktur genießen heute höchste Anerkennung und haben auch den Weg in westliche Arztpraxen gefunden.

Aromatherapie

Bei einer Aromatherapie werden ätherische Öle zur Krankheitslinderung eingesetzt. Es lassen sich mit einer Aromatherapie Befindlichkeitsstörungen wirksam, vielfach setzen Menschen auch ohne Besuch eines Heilpraktikers daheim ätherische Öle und andere Duftstoffe ein. In der Heilpraxis kommt das Verfahren, das bei der Verwendung von Pflanzen zur Phytotherapie gehört, sehr gezielt zum Einsatz. Die Wirkung ätherischer Öle ist gut belegt, Lavendelöl beruhigt, Thymian aktiviert, Jasminöl wirkt stark spasmolytisch, antidepressiv und sedativ, Orangen- und Zitronenöl hellt die Stimmung auf.

Heilfasten

Heilfasten dient der Entschlackung, der Körper regeneriert sich, idealerweise findet der Vorgang unter Aufsicht eines Heilpraktikers statt. Reines Fasten, also nichts essen und nur sehr wenig reines Wasser trinken, wird nur äußerst selten praktiziert und erfordert einen bestimmten Gesundheitszustand. Dagegen gibt es diverse Formen mit geringer Nahrungszufuhr wie das Buchinger-Heilfasten (Gemüsebrühe und Säfte), die Milch-Semmel-Diät nach Mayr, das Saftfasten (Breuß-Kur), die Markert-Diät (Gemüsebrühe plus Eiweißzusatz), das Früchtefasten und das modifizierte Fasten mit Eiweißergänzung. Diese und weitere Verfahren setzen Heilpraktiker gezielt entsprechend der therapeutischen Intention beim jeweiligen Patienten ein. Auch manche Ernährungsberater bieten Heilfasten an.

 

Wie immer gilt; diese Informationen ersetzen keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker, bei Ekrankungen sollten Sie immer einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen!

  • Naturheilverfahren

    von auf 2. November 2014 - 0 Kommentare

    Es gibt sehr viele Naturheilverfahren die auch einem Heilpraktiker zum Einsatz kommen, je nach Bedeutung ließen sich über 100 oder auch deutlich über 200 Ansätze in der Naturheilkunde zählen. Bekannte Verfahren sind etwa die Akupunktur oder die Akupressur, Ersteres mit Nadeln, Letzteres mit händischem Druck vorgenommen und dem Shiatsu nahe verwandt. Ebenso sehr bekannt sind […]